Reisebericht Australien 2012 – Gibb River Road – Teil 3

Reisebericht Australien 2012 – Gibb River Road – Teil 3

5. Tag: Tagestour Regenwald & tropisches Hochwald (Atherton Tablelands) mit Kristin von Northern Explorer Tours

4. Tag Australien

Da wir abends den Flug nach Darwin hatten, waren wir zeitlich etwas gebunden und mussten rechtzeitig zurück sein. Die Tour beginnt mit einer Fahrt hinauf in den Hochwald, man merkt wie sich die Vegetation verändert, der Nebel hängt in den Hängen, früh am Morgen hat dieses Gebirge etwas sehr mystisches.

Nach einer kurzen Fahrt haben wir

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 den Morning Tea  am Lake Barrine im alten Tea House genossen. Es gab leckere Stones (ein leckerer Kuchen) mit Tee/Kaffe. Dort erzählte Kristin anhand von Schaubildern und alten Gerätschaften (kleine Ausstellung) die Geschichte der Region, was sehr interessant war.

5 tourAls nächstes hielten wir am Straßenrand…wir dachten was kommt nun? Raus aus dem Auto, wir erhielten Gamaschen, eine Regencape, Moskitoschutz und ab in den Regenwald durch einen engen Pfad. Was uns dann erwartete war am Ende der Tour unser persönliches Highlight. Eine Wanderung durch einen verwunschenen Regenwald, der Weg war sehr schmal, es war feucht und sooooo grün! Man hörte überall Wasser plätschern und Kristin erzählte zu vielen Pflanzen und Bäumen etwas. Mooslandschaften, riesige Farne und unterschiedliche Bäume sorgen für eine märchenhafte Umgebung. Plötzlich sahen wir einen großen Wasserfall vor uns.

Hier hat man auch die Chance mit etwas Glück Schnabeltiere zu sehen. Auf dem Rundweg geht es an einem Fluss vorbei, wo es dann auch keinen anderen Weg gibt als unter einem Wasserfall hindurch zu gehen. Nun wussten wir auch, wofür wir die Regencapes brauchten ;-) . Es war so witzig…Kristin ging vor und machte Fotos. Ach ja die Garmaschen haben auch Ihren Sinn, denn wir hatten überall Blutegel an uns kleben…Kristin zeigte uns wie man diese abstreift…war nicht so schlimm.

Den Mittagsstopp gestaltet Kristin flexibel und nach Gruppengröße. Wir fuhren nach Yungaburra. Das Wistle Stop Cafe ist klasse. (Auch für Selbstfahrer eine super Option). Geführt von drei verrückten Frauen ähnelt es einem kleinen privaten Museum. Wir bestellten einen Burger, gegessen wurde im Garten mit alten Gegenständen- lecker, günstig, toll!

5a tourAnschließend besuchten wir die Millaa Millaa Falls.  Dort gibt es Umkleiden und man kann ein Bad unter dem großen Wasserfall nehmen, wenn man mag.

Anschließend hielten wir noch an Termitenhügeln, verschiedenen Plantagen, einem Peanuts Geschäft…ihr glaubt gar nicht wie viele Sorten man dort probieren und kaufen konnte-yuuummmyyyyy!

5b tourZum Sonnenuntergang (bei uns etwas früher) fuhren wir zur Granite Gorge. Hier konnten wir süße Felsenkängurus aus der Hand füttern. Kristin hat Haferflocken im Auto…die mögen sie besonderes gerne, weil man dort nur so anderes Futter kaufen kann…davon sind die Tiere glauben wir gesättigt. Ein wunderschöner Abschluss! Aber Vorsicht: Die kleinen Krallen der Felsenkängurus können auch ihre Spuren hinterlassen. Aber was macht man nicht für ein tolles Foto mit diesen putzigen Tierchen…

Die Tour ist sehr empfehlenswert! Mitbringen sollte man: Wanderschuhe nach Möglichkeit knöchelhoch, Regenjacke, Badesachen/Handtuch wenn man kurz baden möchte, Sonnenschutz, Wasser, Fotoapparat ;-)

Kristin und Karl-Heinz bieten unterschiedliche Touren an und passen auch das Programm individuellen Wünschen an.

http://www.northern-explorer-tours.com/deutsch/index.php

Abends nahmen wir den Inlandsflug mit Qantas von Cairns nach Darwin. Man beachte die Zeitverschiebung -30 min zu unserer Zeit. Der Flug war problemlos. Wir haben den Shuttle in Darwin vor Ort genommen. Kosten bei zwei Personen sind 13 AUD p.P. Dauer der Fahrt ca. 25-30 min, Endpunkt direkt an der Mitchel Street. Ankunft am späten Abend. Übernachtung im Value Inn – Darwin:

Zentrale Lage in der Mitchell Street. An einem Backpacker-Schalter konnten wir uns den Schlüssel abholen und dann über einen Hof ins Hotel gelangen. Es war absolut schrecklich, schon im Flur kam uns ein Gestank entgegen, dann betraten wir das Zimmer, dort wimmelte es beim hinsehen überall von kleinen ekligen Tierchen. Pascal machte den Kühlschrank auf, das war abartig, es roch nach verdorbenem Fleisch. Das Bad war in Ordnung und recht sauber. Meiner Meinung nach echt eine absolute Absteige!

 

6. Tag Übernahme Apollo 4 WD Adventurer Camper in Darwin  

Fahrt zum Kakadu NP – Ubirr Rock

6. Tag Australien

Die Autoübernahme erfolgte problemlos. Wir freuten uns auf das bevorstehende Abenteuer. Vorweg: der Allrad-Camper hat prima Dienste geleistet und uns sicher und komfortabel auf der Strecke begleitet. Der Camper ist mit einem Pop-Top-Dach ausgestattet, welches sich problemlos nach oben schieben lässt, so dass man dann über der Fahrerkabine schlafen kann. Der Schlafplatz misst ca. 2,00 m x 1,90m. Zur Ausstattung des Campers gehört zudem ein Kühlschrank, der Dank seiner 32L Fassungsvermögen für solche Touren super geeignet ist und uns beste Dienste erwiesen hat, sowie zwei zweiflammige Gaskocher (innen und außen) die für die Zubereitung von einem Gericht mit Beilagen absolut ausreichen. Sinnvoll ist auch, der Esstisch mit 2 Stühlen sowie die tragbare Solar-Camping-Dusche.

Die Ausstattung des Apollo Campers ist also völlig ausreichend, es gab nix was wir in den 14 Tagen wirklich vermisst haben. Außer…

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 etwas dickeren Schlafsäcken bzw. Bettdecken. In der Kimberly Region wird es nachts richtig kalt, wir hatten teilweise bis zu 3°C und das bereits im Mai…es wird im Jahresverlauf später noch kälter (zur Erinnerung: unsere Sommer sind deren Winter). Wir hatten zwei Schlafsäcke von Apollo im Camper, der eine war o.k. und warm, der andere war eher ungeeignet, ich würde den vielleicht als „Sommerschlafsack“ einstufen…jedenfalls haben wir einige Nächte gut gefroren, in Klamotten geschlafen und  uns gefreut wenn morgens die Sonne wieder aufging. Wenn ihr kälteempfindlich seid, dann würde ich empfehlen einen Schlafsack von zu Hause mitzunehmen.Dankenswerterweise mussten wir keine Reifen wechseln, obwohl das auf der von uns ausgewählten Strecke schon fast normal ist.

Die Strecke zum Kakadu Nationalpark ist einfach zu fahren, geteert und gut ausgeschildert. Auf dem Weg gibt es Supermärkte, wo man sich mit Lebensmitteln eindecken kann. Die Strecke ist recht einseitig, es geht im Kakadu NP die ganze Zeit geradeaus, man sieht unterwegs bereits viele Tiere, vor allem Vögel. Ziel war für uns der Ubirr Rock. Davor gibt es gute Parkmöglichkeiten und Toiletten. Am Eingang gibt es Infomaterial, so kann man unterwegs einiges nachlesen. Die Felsmalereien sind absolut beeindruckend, es sind einfach sehr viele, teilweise sind es auch richtig große Zeichnungen. Manchmal muss man sich auf den Boden legen und bestimmte Zeichnungen näher zu betrachten.

Tipp: „Ranger Talks“ am Ubirr Rock im Kakadu Nationlpark. Dies ist kostenlos; die Ranger erklären die Zeichnungen, erzählen dazu Geschichten und man hat auch die Möglichkeit Fragen zu stellen. Auf der Rundwanderung kann man auf eine Anhöhe steigen, von wo aus man weit in den Kakadu Nationalpark und das Arnhemland schauen kann. Ein wunderschöner Ort um mal Rast zu machen und die Dinge auf sich wirken zulassen…

Übernachtung: Camp Ground Merl.: Kosten 10 AUD p.P., kein Strom, gute Sanitäre Anlagen.

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