Reisebericht Australien 2012 – Gibb River Road – Teil 6

Reisebericht Australien 2012 – Gibb River Road – Teil 6

Tag 12 Fahrt von El Questro – Mt. Barnett, Mannig Gorge

12. Tag Australien

Wie wir bereits am Vortag erfahren haben, sollte uns unterwegs eine Mountainbike Challenge begegnen. Die Auto-Fahrer waren überall angehalten vorsichtig zu fahren. Kurz vor dem Pentecost River kamen uns die ersten Teams entgegen. Es war witzig und eine willkommene Abwechslung für den Tag. Alle winkten freundlich und mir taten die Biker echt leid. In der Hitze und der ganze Staub erst…Heute war auch die große Flussüberquerung  

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 des Pentecoast River dran. Im Vergleich zur Flussüberquerung auf El Questro Gelände war der Fluss nicht ganz so tief, dafür aber wesentlicher breiter und mit einer stärkeren Strömung. Auch hier galt wieder: Gangschaltung wechseln und sich seine Spur suchen. Hat auch richtig viel Spaß gemacht, da der Fluss relativ lang ist und der Geländewagen zeigen kann, was er so kann. An der Home Valley Station und Mt. Elizabeth Station vorbei, war unser Ziel heute Mt. Barnett bzw. die Mannig Gorge.  An der Mt. Barnett Station zahlt man auch seinen Stellplatz, weil man dann noch wenige Kilometer zur Campsite weiter fährt. Campsite: super schön gelegen, viele Vögel, viele Bäume und alte Baobabs. Es ist gestattet Feuer zumachen. Die Toiletten sind Generator betrieben und ab einer bestimmten Uhrzeit ohne Licht. Also vergesst beim nächtlichen aufs Klo gehen nicht die Taschenlampe.

Manning Gorge

12 manning gorgeDies ist meine absolute Lieblingsgorge! Das Besondere ist einfach, dass man sich zunächst auf einen 3-minütigen Fußmarsch begibt. Dann steht man vor einem See mit einer zentralen Insel. Dort stehen Styroporkisten herum…in diese packt man sein Hab und Gut wie Wanderschuhe, Wasser und Kamera und durchschwimmt zunächst den See. Es gibt definitiv einige Stellen an denen man nicht stehen kann! Anschließend ist Füße trocken auf der anderen Seeseite angesagt, denn es erwartet einen eine ca. 30-45 minütige Wanderung. Der Weg ist markiert, aber ab und an muss man schon sehr aufpassen, wo man als nächstes laufen soll. Deshalb würde ich keine allzu späte Wanderung empfehlen, denn im Dunkeln besteht wirklich eine große Gefahr, dass man den Weg nicht mehr findet. Der Pfad führt über Steine, Felsspalten, Buschland und Sandabschnitte und ist somit schon recht vielseitig. Und dann irgendwann erblickt man den großen Fluss mit einem atemberaubenden Wasserfall.

Meine Frau hat sich gleich an Ort und Stelle in diese Badestelle verliebt und wäre am liebsten nicht mehr weitergefahren. Hier könnte man sich locker mehrere Tage aufhalten. Beim Baden kann man unter den Wasserfall tauchen und sich dahinter auf natürliche Felsvorsprünge setzten, dann hat man die Möglichkeit den Wasserfall von einer anderen Perspektive zu sehen und kann kleine Regenbögen beobachten …man kann es einfach nicht in Worte fassen…Wundervoll! An verschiedenen Stellen kann man sich ein privates Plätzchen suchen, sonnenbaden, das Wasser rauschen hören und bestens Entspannen! Auf dem Rückweg gibt es linksseitig an den Felsen (unweit des Wasserfalls) alte Felszeichnungen.

 

13. Tag: Fahrt Galvans Gorge (Stopp) zum Campsite Silent Grove (King Leopold Conservation Park) – Bell Gorge

13. Tag Australien

Galvans Gorge: Dieser Ort wird von vielen als kleiner Mittagsstopp genutzt. Ohne die Gibb River weit verlassen zu müssen, kann man das Auto parken (Abfahrtsschild Parkplatz) und in nur ca. 1 km (Wanderung: easy!) zur Badestelle  

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 gelangen. Wir dachten dort ist bestimmt die Hölle los, aber nein, es waren nur 2 andere Personen dort. Es gibt zwei Wasserfälle und eine türkisfarbene Badebucht.  Der Fluss ist mit herrlichen Wasserlilien bewachsen, die in unterschiedlichen Farbfacetten blühen. Für eine kurze Pause bestens geeignet.13 galvans gorge

Campsite Silent Grove (King Leopold Conservation Park) – Bell Gorge

Von der Gibb River abseits gelangt man nach 19 km zum Silent Grove Campground. Dann sind es noch weitere 10 km bis zur Bell Gorge (ab Silent Grove). Bei Ankunft am Campsite registriert man sich (auf Vertrauensbasis) selbst. Man entnimmt sich einen Zettel, füllt einige Fragen aus und steckt die nötige Geldsumme ein. Wichtig ist, dass man auch für den Day Pass (Bell Gorge) bezahlt, auch wenn man nicht über Nacht bleibt. Von diesen Geldern pflegen Ranger die Zufahrten und präparieren die Straßen nach der Regenzeit. Es stehen alle Vorgehensweisen ganz genau auf Tafeln geschrieben. Der Campsite war in einem sehr gepflegten Zustand. Es gab gute und saubere Toiletten und Duschen (Generatorbetrieben).

Day Pass: 11 AUD pro Auto/Camper max 8 PAX

Camping Permit: Erwachsener 11 AUD p.P./Nacht, Kinder 6-15 AUD p.P./Nacht

14 winjana gorgeDie Wanderung zur Bell Gorge ist gut zu bewerkstelligen und macht Spaß. Man gelangt an einen relativ breiten Fluss, dort kann man schon baden, wenn man möchte. Wir mussten  zweimal durch den Fluss (Schuhe ausziehen; aber Achtung: die Strömung ist nicht ohne!). 14 winjanaNach der Flussdurchquerung steigt man auf der anderen Flussseite erst einmal Felsterrassen auf um dann einen steilen Felsabstieg zur Gorge zu machen. Der Weg ist prima ausgeschildert, dort waren auch recht viele Touristen. Die hohen Felsen schaffen eine tolle Atmosphäre. Wir waren relativ spät am Nachmittag dort. Perfekt ist die Zeit sicherlich vormittags bis frühen Nachmittag. Danach rückt der Wasserfall in den Schatten…

Tipp: Für einen Stopp am Mittag (zur Abkühlung) empfehle ich die Galvans Gorge. Nicht verpassen sollte man ebenfalls, wie der Name schon verrät, die spektakuläre Bell Gorge!

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