Reisebericht Australien 2012 – Gibb River Road – Teil 7

Reisebericht Australien 2012 – Gibb River Road – Teil 7

Tag 14 Winjana Gorge – Tunnel Creek – Derby

14. Tag Australien

Wir hatten vor an dem Tag bis Derby zu fahren. Der Plan war zunächst Tunnel Creek anzufahren. Man verlässt die Gibb River Road und fährt die Fairfield Leopold Road. Die war teilweise anspruchsvoller und schwieriger

Weiterlesen »
 zu fahren, als die Gibb River. Es gab große Wellblechabschnitte und viele Spurrillen. Aber wir waren ja schon gut geübt ;-) . Die Etappe habe ich positiv in Erinnerung. Dort wachsen unfassbar viele Baobas. Mit jedem den man sieht denkt man, das ist der größte …und kurze Zeit später sieht man einen noch älteren und größeren Baum- beeindruckend! Freunde hatten uns schon vom Tunnel Creek erzählt und wir freuten uns schon darauf. Es gibt einen sehr großen Parkplatz mit Toiletten, bevor es endlich losgeht. Ausrüstung: Wasserschuhe, Bikini/Badehose, Kamera (wasserdichte Tasche), Stirn- & Taschenlampe…und etwas MUT!

14b tunnel creekDann kann es auch schon losgehen. Am Eingang fliegen Millionen bunte Schmetterlinge herum, dies schafft eine  beruhigende Atmosphäre. Über große Steine geht man dann in die Höhle hinein. Der dunkle Tunnel ist ca. 700m lang und stock dunkel…wenn man Pech hat (oder Glück das liegt im Auge des Betrachters), dann schaut man ständig in die gelben, leuchtenden Augen der Süßwasserkrokodile, die sich in diesem unterirdischen Flußbett befinden…wir stiefelten die Höhle entlang, in der Mitte gibt es nochmal eine Blick nach außen, dann erst wieder am Ende. Je nach Wasserhöhe watet man, teilweise bis zur Hüfte, durch sandige, steinige ja auch schleimige Böden. Am Tunnelende findet man alte Felsmalereien und noch mehr Schmetterlinge. Später ging es den gleichen Weg zurück. Absoluter Fun Faktor, da waren wir uns beide einig!!!

Nachdem wir wieder am Auto waren, sind wir einige Kilometer weiter bis zur Winjana Gorge gefahren.

Winjana Gorge

14cDie Wanderung erfolgt durch eine tiefe Schlucht, dort war es sehr heiß und schwül. Große und sehr hohe Felswände lassen uns Menschen sehr klein wirken. Die ist der perfekte Ort viele Süßwasserkrokodile aus nächster Nähe zu beobachten. Diese sind zwar nicht so gefährlich, können aber auch aggressiv werden und sollten daher nicht gereizt werden. Der Wanderweg ist nicht besonders schwer, da es keine großen Höhenunterschiede gibt.  Stellenweise ist es sandig und wie gesagt sehr heiß!

Nach dieser kleinen Wanderung ging es weiter nach Derby. Kurz vor Derby endet die Gibb River Road. Auf der Gibb River Road haben wir zahlreiche Schlangen gesehen, welche unseren Weg kreuzten. Leider war es uns bis zu diesem Zeitpunkt vergönnt eine der Schlangen zu fotografieren. In der Ferne sahen wir etwas auf der Straße und haben uns langsam genähert. Da die Sonne sehr tief stand konnten wir die Schlange leider nicht auf der Straße fotografieren. Allerdings konnten wir dokumentieren wie diese im Gebüsch verschwunden ist. 14d

Derby

Am Abend angekommen entschieden wir uns für den West Kimberley Caravan Park Campground. Am nächsten Morgen besuchten wir einen Supermarkt und kauften uns eine kleine Erinnerung im Touristeninformationszentrum: „I survived the Gibb River Road“…und es war richtig klasse!

Tipp: Um den Tunnel Creek kursieren viele Gruselgeschichten, mit etwas Mut werdet ihr auch ein unvergessliches Erlebnis erleben, wir möchten es nicht missen…also auf ins Abenteuer…

 

15. Tag: Fahrt Derby – Broome

15. Tag Australien

Wir besuchten morgens kurz das Derby Jetty (größter Tidenunterschied, Wahnsinn bis zu 11 m!) und natürlich den Baob Prison Tree. Wir fuhren anschließend nach Broome, wo wir uns einen schönen Tag machten, wir tankten das Auto voll, erledigten Einkäufe und spazierten etwas durch das gemütliche Städtchen.

 

Tag 16 Broome – Dampier Peninsula – Middle Lagoon (Allradpflichtig & Aborigine Land)

16. Tag Australien

Unsere Fahrt führte uns dann weiter Richtung Dampier Peninsula. Die Piste ist unbefestigt, sehr sandig und allradpflichtig! Sie erstreckt sich auf ca. 200km bis zum berühmten

Weiterlesen »
 Cape Leveque. Der Sand ist extrem rot, die Strecke ist einfach gerade…genial…manchmal fährt man in Schräglage, je nachdem welche Fahrzeuge entgegen kommen und wie man ausweichen muss. Und wichtig, auch hier muss man mit einer Polizeikontrolle rechnen. Wir wurden angehalten und mussten uns mittags um 13h einem Alkoholtest unterziehen…irgendwie war das ziemlich lustig so am Ende der Welt, am letzten Zipfel des Kontinents…Die überaus freundlichen Polizisten haben uns dann auch, wie der Großteil der Australier, von Ihren positiven Deutschland-Erfahrungen berichtet (München und Frankfurt) :-) 16 broome - lagoon

Unser heutiges Ziel war Middle Lagoon. Die Piste erforderte Konzentration und auch bereits ein bisschen Fahrerfahrung- wir waren froh, dass wir bereits Übung hatten. An dieser Stelle möchte ich auch einen persönlichen Tipp aussprechen. Wenn Sie sich für die Strecke Darwin-Broome entscheiden und Dampier Peninsula /Cape Leveque anfahren möchten ohne zuvor mal Allradrerfahrung gesammelt zu haben, so empfehle ich die Stecke unbedingt mit dem Start in Darwin und dem Ende in Broome. Zum einen finde ich, dass sich so die Highlights auf der Route steigern…und viel wichtiger: man wird von Tag zu Tag an anspruchsvollere Abschnitte beim Fahren herangetastet und fühlt sich einfach sicherer. Nach unseren Erfahrungen während dieser Reise hätte ich die Strecke andersherum als nicht so optimal empfunden.

Middle Lagoon

Man verlässt die Strecke und biegt links ab. Die Strecke hat weiße Sandpisten und tiefe eingefahrene Spurrillen….es ist wie im Sandkasten. Man sollte möglichst nicht stehen bleiben da es sehr unangenehm werden kann im tiefen Sand – auch mit einem Allradwagen – anzufahren. Das ganze Gebiet gehört Aborigines und man fährt an unterschiedlichen Communities vorbei. Man bezahlt 8 AUD pro Fahrzeug/Tag, davon werden die Zufahrten halbwegs zugänglich gehalten und präpariert. Dort angekommen hält man am Office und bezahlt alles was ansteht. Am dem Abend war niemand mehr im Office, es hing dort eine riesige Glocke, diese sollte man nutzen, wenn niemand da sei. Gesagt getan ;-) Dann kam eine liebe Aborigine Frau und vergab uns einen Platz direkt an den Klippen mit Ausblick über die Lagune…und zahlen sollten wir am nächsten Morgen. Alles sehr entspannt hier.16a lagoon

Der Campground ist recht groß, mit verschiedenen Bereichen, es gibt zahlreiche Plätze am Klippenrand, zudem gibt es auch Cabins (kleine Ferienwohnungen). Wir machten uns etwas zu essen und genossen einen fabelhaften Sonnenuntergang. Die Sanitären Anlagen sind sehr gepflegt…Achtung Froschalarm…wir hatten „Green Frogs“ in der Toilette…diese sind giftig, also nicht anfassen. Es ist erlaubt eigenes Feuer zu machen. Hier waren viele australische Familien mit ganz kleinen Kindern, denen die Freiheit und Natur sehr viel Freude bereitete.

Am nächsten Morgen machten wir einen Ausflug zum One Arm Point, es war ein Feiertag in Western Australia, somit war es fast menschenleer und die wenigen Geschäfte hatten geschlossen. Wir besuchten die „Hatchery Ardiyooloon“. Normalerweise kann man dort den Angestellten bei der Bearbeitung der heimischen Trochusmuschel zusehen. Sie werden herrlich geschliffen oder zu Schmuck verarbeitet. Zudem sind dort Becken mit der Züchtung der Trochusmuschel und anderen Meeresbewohnern (Fischen & Schildkröten) angelegt.

Tipp: Wenn Ihr herrliche Wanderungen am Meer unternehmen möchtet und Sonnenuntergänge liebt, dann ist Middle Lagoon das richtige für Sie!

Share Button